Das Diskussionsforum rund um den SV Waldhof Mannheim 07

Presse, 01.05.2017

UNREAD_POSTvon FRuUuDI » Mo 1. Mai 2017, 16:14

Vor Aufstieg in die Dritte Liga

Waldhof Mannheim meldet sich zurück

Viktoria Köln, SV Meppen, Carl Zeiss Jena und Waldhof Mannheim - jedem Fußball-Nostalgiker schlägt da das Herz höher. Das Quartett gehört zu den Teams, die in den Playoffs den Aufstieg in die Dritte Liga perfekt machen wollen.

Die Aufstiegsrunde zur dritten Fußball-Liga ist bereits drei Spieltage vor dem Saisonende in den fünf Regionalligen komplett. Am Samstag sicherte sich Viktoria Köln (5:1 gegen Rot-Weiß Oberhausen) den Titel in der West-Staffel. Im Südwesten qualifizierten sich Waldhof Mannheim (4:2 gegen Teutonia Watzenborn-Steinberg) und die SV Elversberg (3:1 gegen FK Pirmasens) für die Play-off-Spiele am 28. und 31. Mai.

Zuvor hatten sich bereits der SV Meppen (Nord), die SpVgg Unterhaching (Bayern) und der FC Carl Zeiss Jena (Nordost) qualifiziert. Damit kann nun auch zeitnah ausgelost werden, welcher Verein es als "Südwest A" mit dem Meppen zu tun bekommt und wer als "Südwest B" zunächst in Unterhaching antreten muss. Viktoria hat im Hinspiel Heimrecht gegen Jena.


Quelle: Spiegel online
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Re: Presse, 01.05.2017

UNREAD_POSTvon FRuUuDI » Mo 1. Mai 2017, 23:18

Der Traum soll Realität werden


Gerd Dais musste in seinen Interviews fast schreien, um sich gegen den Lärm aus der feierwütigen Waldhof-Fankurve akustisch durchzusetzen. Die SVW-Anhänger gaben dem Trainer nach dem 4:2 (2:1)-Pflichtsieg gegen Teutonia Watzenborn-Steinberg einen beeindruckenden Vorgeschmack darauf, was in Mannheim los sein dürfte, wenn Ende Mai der ersehnte Aufstieg in die Dritte Liga im zweiten Versuch Realität wird. "Wir werden alles abrufen, um den Traum dann wahr zu machen", sagte Kapitän Michael Fink mit Blick auf die beiden jetzt auch rechnerisch gesicherten Aufstiegsspiele am 28. und 31. Mai: "Wir haben zwar noch zwei Ligapartien, aber der Fokus geht jetzt auf die Relegation."

Ob es in den Hop-oder-Top-Duellen gegen den Nordmeister SV Meppen oder den souveränen Bayern-Champion SpVgg Unterhaching geht, wird laut DFB "zeitnah" gelost. Neben dem Waldhof (73 Punkte) hat die SV Elversberg (70) am Samstag das Ticket für die K.o.-Spiele gelöst - wer am Ende in der Südwest-Staffel ganz vorne landet und wer Zweiter wird, besitzt in Bezug auf die Relegation keine Relevanz mehr. Auch wenn der erste Platz in der Südwest-Staffel sportlich wertloser denn je ist, formulierte Dais klar den Titel als nächstes Etappenziel. "Wir wollen jetzt auch Meister werden, selbst wenn es nichts zählt", meinte auch Kapitän Michael Fink. Bei den anstehenden Aufgaben gegen die Abstiegskandidaten Nöttingen (7. Mai) und Trier (20. Mai) sollte das machbar sein.

Nachlässigkeiten fuchsen Dais

Zur Gretchenfrage, ob denn Meppen oder Unterhaching als Gegner die Aufstiegschancen des Waldhof erhöhen könnten, gab es nur zurückhaltende Antworten. "Wer Meister im Norden oder in Bayern wird, hat eine qualitativ hochwertige Mannschaft", erklärte Dais und fügte an: "Jetzt gilt's, in den nächsten Wochen die Leistung so hochzuschrauben, dass wir in den beiden Relegationsspielen auf dem Höhepunkt sind. Dann haben wir gegen beide Gegner gute Chancen. Vom Gefühl her würden Meppen und Unterhaching wahrscheinlich auch lieber gegen Elversberg als gegen uns spielen."

Kapitän und Co-Trainer Fink verwies darauf, dass die schmerzhafte Erfahrung des Scheiterns im Vorjahr gegen die Sportfreunde Lotte (0:0, 0:2) nun zum Vorteil werden könnte. "Bis auf Hanno Balitsch und mich hatte damals noch niemand im Team so eine Kulisse erlebt. Für alle anderen war das Neuland", erklärte die 35-jährige Führungsfigur: "Vielleicht schafft es die Mannschaft diesmal besser, mit dem Druck umzugehen und die Nervosität abzulegen."

Was auch nötig sein wird, ist eine konzentriertere Leistung über die komplette Distanz als gegen Watzenborn. Die Hessen kamen trotz limitierter Mittel zu zwei Treffern von Markus Müller (14.) und Dennis Lemke (87.) sowie etlichen guten Einschussgelegenheiten. Der Waldhof-Erfolg war durch die Treffer von Jannik Sommer (13., 61., Foulelfmeter), Michael Schultz (35.) und Gianluca Korte (49.) zwar nie ernsthaft in Gefahr, aber Ende Mai kann jede Achtlosigkeit verheerende Auswirkungen haben. "Wichtig wird sein, die Null in beiden Spielen zu halten", blickte Fink voraus: "Man hat es letztes Jahr gegen Lotte gesehen: Fünf unkonzentrierte Minuten können schon reichen, dass es kippt." Und sein Chef Dais wähnte sich zeitweise "in einem Freundschaftsspiel. Wenn man nicht bereit ist, mit letzter Konsequenz in die Zweikämpfe zu gehen und leichtfertig die Bälle verliert - so geht es halt nicht. Das war noch einmal ein Warnsignal."

Es ist allerdings davon auszugehen, dass die Anspannung in den K.o.-Duellen eine ganz andere sein wird. Marcel Seegert, der am Samstag zusammen mit Zwillingsbruder Nico auf dem Platz seinen 23. Geburtstag feierte, räumte die unnötigen Nachlässigkeiten ein, stellte aber die in der Tat große Leistung dieser vor einem Jahr noch völlig am Boden liegenden Mannschaft in den Mittelpunkt seiner Bewertung: "Nach dem, was wir letzten Sommer erlebt haben, muss man erst einmal wiederaufstehen. Wir haben als Team zusammengehalten und allen gezeigt, dass wir es wiederholen können. Dieses Jahr wollen wir es schaffen."

Quelle: Mannheimer Morgen
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