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Presse, 14.05.2017

UNREAD_POSTvon Pothead » So 14. Mai 2017, 16:15

Fußball
Schultz-Schock und Ticket-Ärger
15. Mai 2017

Mannheim. So ganz unbeschwert konnte Gerd Dais den frühlingshaften Mai-Sonntag in seinem Nußlocher Domizil nicht genießen. "Es ist bitter. Man denkt schon noch ab und zu daran", sagte der Trainer des SV Waldhof am Sonntag dieser Zeitung: "Aber ich habe am Samstag mit Michael telefoniert und da war er schon wieder positiver gestimmt."

Bei einem Zweikampf mit Mete Celik war SVW-Innenverteidiger Michael Schultz beim Training am Freitagnachmittag im Rasen hängengeblieben. Die schlimme Diagnose: Kreuzbandriss im rechten Knie. Damit fällt der Landauer logischerweise auch für die beiden Relegationsspiele um den Drittliga-Aufstieg gegen den SV Meppen aus - und Coach Dais muss in den beiden Alles-oder-Nichts-Duellen ausgerechnet in der Abwehr improvisieren. "In Trier spielt auf jeden Fall Kevin Nennhuber. Das ist die Eins-zu-Eins-Lösung", legte sich der Trainer zumindest für das letzte Liga-Spiel am Samstag fest, das nach dem Elversberger 4:0 gegen Nöttingen nur noch die Generalprobe für die Relegation ist. Die SVE feierte am Wochenende die Meisterschaft. "Das haben wir uns selbst zuzuschreiben", sagte Dais mit Blick auf die 2:3-Blamage vor acht Tagen in Nöttingen.

Hehl in Meppen im Block?

Winterzugang Nennhuber bekommt in Trier also die Chance, sich nach einigen äußerst durchwachsenen Leistungen für die K.o-Duelle zu empfehlen. Dais kann nur hoffen, dass der Linksfuß aus Essen seine Unkonzentriertheiten abstellt, denn Alternativen sind rar gesät. Kapitän Michael Fink könnte zurück in die Innenverteidigung rücken, was aber im defensiven Mittelfeld eine nicht zu schließende Lücke verursachen würde. Selbst den Namen Alexander Rodriguez-Schwarz nannte der Waldhof-Coach als Not-Option - der hat in dieser Saison genau vier Minuten in der Regionalliga gespielt.

Großen Unmut gibt es unterdessen weiter um die Ticketvergabe beim Relegationsauswärtsspiel am 31. Mai. Der SV Meppen erklärte die Entscheidung, dem SVW keine Sitzplatzkarten zur Verfügung zu stellen, am Samstag mit polizeilichen Verfügungen bei dem "Risikospiel". Aber auch die Vergabe der 1500 Stehplatz-Tickets über den Fandachverband "Pro Waldhof" (PW) sorgt für Ärger. Viele Anhänger gingen bei der Verlosung leer aus und müssen jetzt bereits bestellte Busse wieder absagen - einige sollen auf vierstelligen Stornierungskosten sitzenbleiben.

Für zusätzlichen Frust sorgt, dass die dem rechten Umfeld zugeordnete Gruppe "The Firm" offenbar Karten für Meppen zugeteilt bekommen hat. "Es ist eine Farce, dass Leute aus persönlichen Gründen eine Absage bekommen, die in den vergangenen Jahren friedlich alles für den Verein gegeben haben, wenn man sieht, dass eine Gruppe Hooligans, die sich nur ein paar Spiele pro Jahr herauspicken, Karten bekommt", zürnt ein leer ausgegangener Fan: "Besonders pikant ist das, wenn Christian Hehl unter genau diesen Leuten in Meppen im Block erscheinen wird." Hehl ist Mannheimer NPD-Stadtrat und mit einem Stadionverbot bei Waldhof-Heimspielen belegt.

Während sich PW zu den Vorwürfen nicht äußern wollte, verwies SVW-Sprecher Domenico Marinese darauf, dass der Verein davon ausgehe, dass "Pro Waldhof" die Ticketvergabe fair organisiere. Rund 300 Restkarten für Meppen werden am 17. Mai von 18 bis 20 Uhr im Pavillon am Benz-Stadion verkauft - aber nur maximal je zwei an Mitglieder und Dauerkarteninhaber.
Mannheimer Morgen, Montag, 15.05.2017
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